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Über 150 Seminarleiter in Dresden – Mit viel frischem „Spirit“ ins neue Jahr

Für Seminarleiter beim ifb beginnt das Jahr meist mit einem Paukenschlag. Denn bevor die Seminarwochen wieder so richtig losgehen, steht im Januar das Jahrestreffen mit den Kollegen an. Manchmal ist es regional aufgeteilt. Und manchmal kommen alle an einem Ort zusammen. So wie diesmal, als sich über 150 Seminarleitungen aus der ganzen Republik vom 9. bis 11. Januar 2015 in Dresden trafen.  Aus der Seehausener Zentrale des ifb kamen 20 Kolleginnen und Kollegen mit dazu. Da war was los in Sachsen.

Jahrestreffen – warum eigentlich? Wir fragten Sabine Schäffer vom ifb. Die Betriebswirtin arbeitet seit vielen Jahren im Seminarleiter-Management. Ihre Aufgaben sind Recruiting und Besetzung sowie die Einsatzplanung der Kolleginnen und Kollegen. Sie erklärt: „Neben all der Freude, die man hat, wenn man so viele liebe und nette Menschen wiedersieht, ist uns der Erfahrungs- und Informationsaustausch ziemlich wichtig.“

Natürlich sei klar, dass man vieles schneller und oft recht einfach per Mail schreiben kann. Ihre Kollegin Alexandra Lange (Bild rechts)  ergänzt: „Das ist wie auf unseren Seminaren. Das Persönliche ist so wichtig. In der Atmosphäre einer solchen Veranstaltung bekommt man viel frischen „Spirit“ und holt sich einen großen Schub Motivation für das neue Jahr. Das braucht’s ganz einfach.“

Drei Tage Workshops, Infoveranstaltungen und Gastvorträge. Natürlich gab es auch die ein oder andere Feier. Wie etwa die Ehrung von Ute Kühnle und Jutta Freer. Die beiden beliebten Seminarleiterinnen sind seit 20 Jahren für das ifb im Einsatz. Wie viele Betriebsräte genau denn von Ute (Bild mitte) und Jutta (Bild links) durch eine Seminarwoche begleitet wurden, wurde gefragt. „Oh, viele“ meinten beide lachend. Aber irgendwann haben wir mit dem Zählen aufgehört“, so Jutta schmunzelnd. Und Ute ergänzt: „Es geht ja nicht um die Menge, sondern immer um Herz und Leidenschaft, mit der man seine Aufgabe erfüllt. Jeder einzelne Teilnehmer ist mir wichtig.

Was war noch? Die aus dem Fernsehen bekannte Psychologin Ilona Bürgel hielt in ihrem Gastvortrag mit dem Titel „Die Kunst, die Arbeit zu genießen“ vielen Anwesenden den Spiegel vor, auch als sie mit viel Spaß über die unterschiedliche Wahrnehmung von Männern und Frauen philosophierte. Dabei demonstrierte sie anschaulich, warum sich Frauen wegen ihres Aussehens und ihres Gewichts andauernd einen Kopf machen, Männer dies jedoch ziemlich stressfrei sehen würden.

Ach ja, und da waren auch noch die vielen Kurzfilme, die in Gruppenarbeit produziert wurden. Situative Wendigkeit beim ifb? Dazu gehört auch, schnell mal mit der Videokamera oder mit  dem Handy ein kleines witziges Movie zu drehen. Was für ein kreativer Spaß für alle.

Hans Schneider, der Institutsleiter des ifb, war in Dresden auch mit dabei. Er weiß: Zwei Dinge sind schon sicher. 2015 wird für alle erneut ein heißes und ganz intensives Seminarjahr werden. Aber Anfang 2016 sehen wir uns wieder. Und werden viel miteinander reden, diskutieren, Spaß haben und uns einfach richtig freuen.“

Gruppen verstehen lernen – ein feiner Workshop in Hamburg

So mancher Teilnehmer einer Betriebsratsschulung kennt diese Situation gut: Man fährt auf das Seminar des ifb und macht sich auf den Weg zur Begrüßungsrunde. Es sind noch 15 andere Teilnehmer im Raum. Oft ist kein Bekannter dabei. Und dann gibt es auch noch die Seminarleitung. Die kennt man ebenfalls nicht. Wahrscheinlich eine Neue, oder? Na gut. Die Gespräche mit den Kollegen beginnen. Einer der Teilnehmer redet ziemlich viel. Er führt das große Wort und hat gleich zu allem etwas zu sagen. Und die andere Frau da drüben, was ist denn eigentlich mit der los? Man macht sich so seine Gedanken und beginnt kaum merklich damit, die Schubladen im Kopf zu öffnen…

Wenn Menschen in einer Gruppe zusammenkommen, bleibt das nicht ohne Wirkung. Dynamik setzt sich in Gang. Ganz von allein. Interpretationen finden statt. Und die Individuen beginnen miteinander zu reagieren. Nur wenig passiert bewußt, ganz viel jedoch unbewusst.

Die Seminarleiter des ifb sind fast jede Woche mit neuen Teilnehmern zusammen. Für einige Tage steht unsere SL nun im Epizentrum gruppendynamischer Prozesse. Was da so alles passieren kann, ist Inhalt des ifb-internen Workshops „Ein Kessel Buntes“.

Kerstin Oevermann-Meiners ist Wirtschaftspädagogin und Coach. Schon seit 2001 referiert sie für das ifb zu den Themen Rhetorik und Kommunikation sowie Betriebliches Eingliederungsmanagement.  Auch diesen Workshop in Hamburg im November 2014 hat sie konzipiert: „Die Seminarleiter lernen bei mir, die Phasen einer Gruppenbildung zu verstehen. Wichtige Prozesse laufen in einer Gruppe oft gleich zu Beginn ab. Wir konzentrieren uns im Workshop deshalb auch auf den Begrüßungsabend. Mit dem beginnt das Seminar, das ist ein ganz wichtiger Moment.“

Die Seminarteilnehmer verstehen lernen und jedem die persönliche Chance geben, gut in der neuen Gruppe anzukommen. Kerstin möchte, dass ihre Workshop-Teilnehmer den Mut bekommen, sich vor andere zu stellen und schwierige Situationen anzusprechen: „Auch das gehört dazu und ist ganz wichtig für eine positive Gruppenentwicklung. Daran arbeiten wir hier.“

Mit Hilfe vieler Übungen erfahren die Seminarleitungen am eigenen Leib, worauf es in einer Gruppe ankommt. Sie lernen, wie sie selbst, auch durch Einsatz von Führungsstärke, klären, motivieren und lenken. Gerlinde etwa ist erst seit 2014 als Seminarleitung beim ifb. Sie fand diesen Workshop wichtig: „Die Übungen haben mir viel Mut gemacht, Dinge in Zukunft viel deutlicher anzusprechen und konstruktiver anzugehen. Zusammen mit Kerstin war das eine richtig runde Sache. Echt super, ich freue mich schon sehr auf mein nächstes Seminar“.

„Ein Kessel Buntes“ – das ist nur einer aus einer ganzen Reihe von Workshops. Das ifb unterstützt seine Seminarleitungen mit diesen  schon seit vielen Jahren. Ein wichtiger Baustein für eine gelungene Seminardurchführung.