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Bad Kohlgrub – das Rhetorikstudio mit unverbaubarem Alpenblick

Als Betriebsrat sollte man auch mal in einem Rhetorikstudio gewesen sein. Das kann einen kommunikativ so richtig weiter bringen. Innerhalb seines Schulungsbereichs Rhetorik und Kommunikation bietet das ifb betrieblichen Interessenvertretern seit vielen Jahren ganz besondere Seminare an. Mit Kamera und Studiounterstützung – also auf höchstem Niveau –unterrichteten wir bisher schon in Traben-Trarbach, in Potsdam sowie in Garmisch-Partenkirchen. Bad Kohlgrub kam vor einiger Zeit mit dazu und bietet etwas technisch ganz Besonderes: Eine voll digitale Studioausrüstung in einem Tagungshotel. Das ist bislang einmalig.

Klein und sehr fein – so könnte man das bayerische Bad Kohlgrub auch beschrieben. Warum hat sich das ifb für diesen Standort entschieden? Ganz einfach: Wir finden, dass es hier ganz besonders schön ist. Am Rande des Voralpenlandes bietet der Luftkurort auf etwa 900 Metern Höhe herrlichste Ausblicke in die Alpen. „Welch Erholung für Herz, Hirn und Seele.“ Und das sagen nicht wir, sondern viele unserer Teilnehmer, die schon mal in Kohlgrub auf Seminar waren.

Ralf Richter arbeitet als Seminarplaner und Trainer für das ifb. Er koordiniert die Rhetorikstudios und ist mehr als angetan: „Unser Seminarhotel Schillingshof in Bad Kohlgrub ist einer meiner Lieblingsstandorte. Hier passt einfach alles. Ein super Tagungsbereich, das Hotel selbst liegt wunderschön am Fuß des Gebirges, dann das kleine Städtchen, hier ist es bayerisch-urig und gemütlich und jetzt kommt auch noch das neue Hightech-Studio dazu.

Die Einrichtung ist zu 100% auf dem neuesten Stand der Technik. Eine Studiokamera in HD, dazu drei digitale fernsteuerbare Deckenkameras, alle ebenfalls in HD, ein volldigitales Mischpult, veränderbare Mikrofonsituationen, digitale Aufnahmegeräte sowie eine bühnengerechte Ausleuchtung mit Spots und Halogenscheinwerfern, die für eine absolut realistische Simulation sorgen, halten Trainer wie Teilnehmer regelrecht in Atem.

Alle ifb-Referenten, die hier ein Seminar halten,  werden von uns im Umgang mit dem Studio besonders geschult“ erklärt Monika Sterzer. Auch sie arbeitet als Seminarplanerin für das ifb. „Wir kennen das doch. Es ist so nervig, wenn man mit Technik arbeitet und dann funktioniert was nicht und alle Teilnehmer müssen warten, bis der Fehler hoffentlich behoben wird. Oft kennen sich die Verantwortlichen leider auch nicht gut mit der Technik aus. Klar, es kann mal was nicht funktionieren, aber davon abgesehen haben wir dieses Risiko intern schon sehr reduziert.

Rhetorik, Verhandlungsführung und Argumentation: Das sind nur ein paar der Themen, die das ifb in seinen Rhetorikstudios anbietet. Übrigens: Schon 2016 kommt ein weiteres dazu. Dann wird das ifb auch im niedersächsischen Lüneburg mit neuestem Studio-Hightech vertreten sein.

Link – alle ifb-Seminare im Rhetorikstudio

Link – alle ifb-Seminare im Hotel Schillingshof (Bad Kohlgrub)

Link – weitere Infos zum Standort Bad Kohlgrub

Bildquelle: © Schillingshof, Bad Kohlgrub

Girls‘ Day und Boys‘ Day – das ifb war 2015 wieder mit dabei

Warum ergreifen eigentlich fast nur Frauen den Beruf des Kommunikationstrainers? Ralf Richter zuckt mit den Achseln: „Keine Ahnung, ist mir unerklärlich.“ Seit vielen Jahren ist Ralf in diesem Job tätig. Für das ifb arbeitet er außerdem als Seminarplaner zum Thema Kommunikation und Rhetorik. Anlässlich des Girls‘ Day und Boys‘ Day 2015 stellte er Schülerinnen und Schülern den Inhalt seiner Arbeit vor.

Einmal im Jahr öffnen sich Unternehmen dem Nachwuchs und gewähren Einblicke in den betrieblichen Alltag. Dabei soll der Blick vor allem auf geschlechtsuntypische Berufe gelenkt werden. Wie dringend notwendig das ist, verdeutlicht eine Studie des IAB-Instituts der Bundesagentur für Arbeit. Danach hat sich das Berufsspektrum von Männern und Frauen in den vergangenen Jahren kaum verändert. 60 Prozent der Frauen und rund zwei Drittel der Männer verbleiben in geschlechtstypischen Jobs. “Männer schrauben – Frauen pflegen” – so bringt es das IAB auf einen Nenner.

Vier Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren besuchten anlässlich des diesjährigen Aktionstages das ifb in Seehausen, um in geschlechtsuntypische Berufsbilder hinein zu schnuppern.

Lehrer in der Schule kennen sie schon. Ralf Richter stellte sich als „Lehrer für Erwachsene“ vor. Dass man mit den Erwachsenen anders umgehen muss als mit Jugendlichen, war allen klar. In einer kurzweiligen Stunde reisten die jungen Teilnehmer durch die Welt der Kommunikation. Ralf erklärte, dass wir uns nicht immer darauf verlassen können, dass Dinge so sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Als Trainer beschäftigt er sich unter anderem damit, wie Informationen unter Menschen weitergegeben werden und welche Probleme dabei entstehen. Ein toller und interessanter Beruf, nicht nur für Frauen!

Auch sonst entdeckten die jungen Gäste an diesem Tag viel Neues. So lernten sie zum Beispiel die Arbeitsabläufe in einer Betriebskantine kennen. Einen besonderen Einblick gab es in die Welt der Werbung. Warum sind eigentlich Marken für Firmen so wichtig? Elisa Döllefeld aus der Marketing-Abteilung wusste die Antwort und gestaltete eine informative Lehrstunde zum Thema Mediengestaltung. Dabei stellte sie auch den Ausbildungsberuf „Kaufmann/frau für Marketingkommunikation“ vor. Jörn Wolfgram, Geschäftsführer der  Beratungsfirma ifb-BR-consulting, demonstrierte zum Abschluss in einem spannenden Vortrag, wie es gelingen kann, über Grenzen hinweg zu denken und mit einem Lächeln das Leben besser zu meistern.

Die Berufswahl ist bei jungen Menschen nach wie vor sehr traditionell geprägt. Nach Auskunft der Hans-Böckler-Stiftung lernen die Mädchen am liebsten als Verkäuferin im Einzelhandel, bei den Jungen steht Kfz-Mechatroniker ganz oben auf der Wunschliste. Girls Day und Boys Day helfen, den persönlichen Horizont bei der Berufswahl zu erweitern. Die sechs Jugendlichen, die heute das ifb besuchten, waren von den Chancen und Möglichkeiten jedenfalls sehr beeindruckt.

Bildquellen: © ifb

Betriebliches Gesundheitsmanagement beim ifb – mehr als ein Korb Äpfel

Treffpunkt ifb-Kantine? Na klar – täglich um die Mittagszeit ist dieser Termin bei vielen hier im Haus gesetzt. Immer häufiger kommen unsere Kolleginnen und Kollegen dort aber auch zu anderen Gelegenheiten zusammen. Meist handelt es sich dann um eine interne Veranstaltung. So wie neulich, als der Arbeitskreis Gesundheit einlud. Stichwort: Was läuft eigentlich beim ifb im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements?

Eine ganze Menge, so viel vorweg. Bereits seit 2013 kümmern sich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen um das Thema. Monatlich trifft man sich in einem  interdisziplinären Gremium. Sven Drust (Foto), Fachkraft für Arbeitssicherheit im ifb, erläutert auf der Veranstaltung, dass die Zusammensetzung dieses Gremiums aus verschiedenen Verantwortlichen wie Geschäftsleitung, Personalabteilung und Fachleuten aus Arbeits- und Gesundheitsschutz eine Grundlage ist, um „dafür Sorge zu tragen, dass das Thema Gesundheit in wirklich jedem Prozess des Unternehmens verankert ist.

Betriebliches Gesundheitsmanagement – es reicht halt nicht, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ab und zu einen Korb Äpfel hinstellt, wie Alexandra Dührssen, die Moderatorin des Arbeitskreises, von einer Begegnung mit einem Mitarbeiter aus einem anderen Betrieb weiß. Obst am Arbeitsplatz ist ein Anfang, aber lange nicht genug.

Das ifb geht einen anderen Weg.  Das Unternehmen hat den hohen Stellenwert von Gesundheit am Arbeitplatz für seine Mitarbeiter erkannt und nach und nach ein ganzes Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Ganzheitlich“ sollen diese sein. Darauf weist Andrea Scherkamp hin. Die Abteilungsleiterin und Referentin für Gesundheitsthemen präsentierte gemeinsam mit anderen einen Überblick über die Aktivitäten des ifb. Viele Bereiche sind betroffen: Arbeitsschutz, gesundes Arbeitsumfeld, Ernährung und Unternehmenskultur, um nur einige zu nennen.

Der Arbeitskreis sei Ideengeber, so Andrea Scherkamp: „Wir sind ein Steuerungsgremium, wollen aber zugleich auch für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sorgen. Es ist sehr nützlich, in Form dieses Arbeitskreises eine Sammelstelle für vielfältige Gesundheitsthemen im Haus zu haben“

Und so geht’s weiter: Mit einer internen Vortragsreihe will das ifb das Bewußtsein seiner Mitarbeiter für den Bereich Gesundheit schärfen. Das Thema Gesunde Ernährung ist als erstes am Start. Vielleicht wird für die Besucher ja dann auch ein Korb leckerer Äpfel bereitstehen. So würde eins zum anderen kommen.

 

Weiterbildung fördert Weiterbildung – was passierte mit den Weihnachtsspenden des ifb?

Ehrenamtliches Engagement – das bedeutet vor allem, sich für Andere einsetzen und dabei die eigene Zeit und Kraft meist voller Leidenschaft zur Verfügung stellen. Betriebsräte und andere betriebliche Interessenvertreter fühlen sich bei diesen Worten sicher angesprochen – zu Recht! Im Folgenden soll es aber nicht um Mitbestimmung gehen, sondern um Frauen und Männer, die in einem Hospizverein tätig sind und sterbende Menschen auf ihrem Weg begleiten.

Nein, das ist wahrlich kein leichtes Thema. Kaum jemand weiß das besser als Bernhard Fauser (links im Bild). Er ist Vorsitzender des Hospizvereins Werdenfels in Garmisch-Partenkirchen.  Als er vor einiger Zeit die telefonische Nachricht erhielt, sein Verein sei bei der Weihnachtsspendenaktion des ifb mit 4.000,- Euro bedacht worden, dachte er kurz, er habe sich verhört. „ Ich musste noch mal nachfragen. So eine große Summe, das sind wir eher nicht gewohnt.“

Mitte Februar kam der Diakon persönlich beim ifb vorbei, um sich zu bedanken. „Wir haben fast 50 Ehrenamtliche, die allein im letzten Jahr 110 sterbende Menschen begleitet haben. Im April fahren wir alle auf eine wichtige fachliche Fortbildung nach Bernried bei München. Da kommt uns das Geld wie gerufen, um die Unkosten rund um das Seminar zu decken.“

Ein Schulungsanbieter unterstützt das Seminar von Hospizhelfern und -helferinnen. Oder anders gesagt: Weiterbildung fördert Weiterbildung! Sabine Wolfgram (rechts im Bild) freute sich über den schönen Blumenstrauss, den Bernhard Fauser als Dankeschön vorbeibrachte. Die stellvertretende ifb-Institutsleiterin hörte gespannt zu, als der Diakon ein wenig aus dem Alltag seiner Kolleginnen und Kollegen erzählte. „Wir unterstützen den Verein sehr gerne. Die Ehrenamtlichen leisten dort eine wichtige Arbeit für unsere Gemeinschaft. Man kann das nicht oft genug sagen“ so Sabine Wolfgram.

Nicht nur der Hospizverein Werdenfels erhielt in diesem Jahr eine Weihnachtsspende. Auch die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wurde vom ifb mit 4.500 Euro bedacht. Und weitere 1.500,- Euro gingen an die Initiative Save Me München. Seit rund sieben Jahren unterstützen Ehrenamtliche dort Flüchtlinge aus Krisenregionen. In allen Fällen weiß das ifb die Spenden in sehr guten Händen.

Überblick der unterstützten Organisationen:

BEM-Referenten optimieren wichtige Seminarreihe

Nach dem Seminar ist vor dem Seminar – selten war dieser Spruch zutreffender als am letzten Januar-Wochenende in Hannover. Das ifb lud ein und 18 Spezial-Referenten für den Bereich „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ kamen. Viele direkt vom Seminar.

Die Juristin Melanie Braun plant diesen Seminarbereich beim ifb. Sie freut sich: „Wirklich toll, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind.“ Und tatsächlich: Während für viele das Wochenende begann, setzten sich die Experten zusammen und diskutierten bis weit in die Nacht und auch den ganzen Samstag, wie sich Inhalte und Konzept der beliebten dreiteiligen Seminarreihe noch besser miteinander verzahnen lassen.

Institutsleiter Hans Schneider war ebenfalls dabei. Er stellte klar, warum es ihm so wichtig ist, solche Fachbereichstreffen regelmäßig durchzuführen: „Ein großer Aufwand und auch recht anstrengend für alle.“ Anlass dafür seien vor allem die Rückmeldungen der Teilnehmer direkt aus den Seminaren. Hans präzisiert: „Wir lesen jeden einzelnen Bogen sehr genau und fragen im Zweifel immer nach. Erkennen wir Optimierungsbedarf, dann handeln wir und diskutieren das mit unseren Referenten.“

Und zwar sehr intensiv. Am Ende der zwei Tage stand fest,  wie die drei Teile der BEM-Reihe zukünftig ablaufen. Besonders wichtig: Die Inhalte können nun noch besser aufeinander abgestimmt werden. Und Teil II soll einen größeren Praxis-Schwerpunkt erhalten. Alle Referenten sind an Bord.

Jurist Matthias Gillmann ist einer der ifb-BEM-Experten. Wir fragten bei ihm nach. Er ist sehr zufrieden: „So ein Kollegenaustausch wie hier ist super und fachlich kaum zu toppen! So stellen wir sicher, dass unsere Teilnehmer den Wissenstransfer aus dem Seminar in den eigenen Betrieb bestmöglich hinkriegen. Ein richtig gutes Ergebnis für die Seminarreihe und unsere Teilnehmer.“

Über 150 Seminarleiter in Dresden – Mit viel frischem „Spirit“ ins neue Jahr

Für Seminarleiter beim ifb beginnt das Jahr meist mit einem Paukenschlag. Denn bevor die Seminarwochen wieder so richtig losgehen, steht im Januar das Jahrestreffen mit den Kollegen an. Manchmal ist es regional aufgeteilt. Und manchmal kommen alle an einem Ort zusammen. So wie diesmal, als sich über 150 Seminarleitungen aus der ganzen Republik vom 9. bis 11. Januar 2015 in Dresden trafen.  Aus der Seehausener Zentrale des ifb kamen 20 Kolleginnen und Kollegen mit dazu. Da war was los in Sachsen.

Jahrestreffen – warum eigentlich? Wir fragten Sabine Schäffer vom ifb. Die Betriebswirtin arbeitet seit vielen Jahren im Seminarleiter-Management. Ihre Aufgaben sind Recruiting und Besetzung sowie die Einsatzplanung der Kolleginnen und Kollegen. Sie erklärt: „Neben all der Freude, die man hat, wenn man so viele liebe und nette Menschen wiedersieht, ist uns der Erfahrungs- und Informationsaustausch ziemlich wichtig.“

Natürlich sei klar, dass man vieles schneller und oft recht einfach per Mail schreiben kann. Ihre Kollegin Alexandra Lange (Bild rechts)  ergänzt: „Das ist wie auf unseren Seminaren. Das Persönliche ist so wichtig. In der Atmosphäre einer solchen Veranstaltung bekommt man viel frischen „Spirit“ und holt sich einen großen Schub Motivation für das neue Jahr. Das braucht’s ganz einfach.“

Drei Tage Workshops, Infoveranstaltungen und Gastvorträge. Natürlich gab es auch die ein oder andere Feier. Wie etwa die Ehrung von Ute Kühnle und Jutta Freer. Die beiden beliebten Seminarleiterinnen sind seit 20 Jahren für das ifb im Einsatz. Wie viele Betriebsräte genau denn von Ute (Bild mitte) und Jutta (Bild links) durch eine Seminarwoche begleitet wurden, wurde gefragt. „Oh, viele“ meinten beide lachend. Aber irgendwann haben wir mit dem Zählen aufgehört“, so Jutta schmunzelnd. Und Ute ergänzt: „Es geht ja nicht um die Menge, sondern immer um Herz und Leidenschaft, mit der man seine Aufgabe erfüllt. Jeder einzelne Teilnehmer ist mir wichtig.

Was war noch? Die aus dem Fernsehen bekannte Psychologin Ilona Bürgel hielt in ihrem Gastvortrag mit dem Titel „Die Kunst, die Arbeit zu genießen“ vielen Anwesenden den Spiegel vor, auch als sie mit viel Spaß über die unterschiedliche Wahrnehmung von Männern und Frauen philosophierte. Dabei demonstrierte sie anschaulich, warum sich Frauen wegen ihres Aussehens und ihres Gewichts andauernd einen Kopf machen, Männer dies jedoch ziemlich stressfrei sehen würden.

Ach ja, und da waren auch noch die vielen Kurzfilme, die in Gruppenarbeit produziert wurden. Situative Wendigkeit beim ifb? Dazu gehört auch, schnell mal mit der Videokamera oder mit  dem Handy ein kleines witziges Movie zu drehen. Was für ein kreativer Spaß für alle.

Hans Schneider, der Institutsleiter des ifb, war in Dresden auch mit dabei. Er weiß: Zwei Dinge sind schon sicher. 2015 wird für alle erneut ein heißes und ganz intensives Seminarjahr werden. Aber Anfang 2016 sehen wir uns wieder. Und werden viel miteinander reden, diskutieren, Spaß haben und uns einfach richtig freuen.“

„Und dann war Schluss mit dem Genuschel…“

Etwas unsicher stand er mit dem Mikro vor seinen Kollegen. Der Chef persönlich drückte es ihm vor wenigen Augenblicken in die Hand. Das kam überraschend. Ob er denn bitte kurz, vielleicht zwei oder drei Minuten lang, auch etwas zu diesem Thema sagen würde. Alle Augen im Raum richteten sich auf ihn. Ok, durchatmen: Immerhin wusste er inhaltlich Bescheid. Wenn er doch nur wissen würde, wie er den Einstieg finden sollte.

Mit einem dicken Kloß im Hals vor anderen stehen. Etwas zu sagen haben, aber wie drückt man sich am besten aus? Und: Spreche ich eigentlich deutlich? Verstehen mich die anderen akustisch?

Nicht nur Betriebsräte erleben das, auch mancher Schüler gerät auf einmal in eine solche Situation: Eine kleine Rede halten, sich vor andere hinstellen und etwas sagen – nur wie?

In der 9. Klasse des Murnauer Staffelseegymnasiums stehen im Vergleich zum Vorjahr ganz neue Dinge auf dem Lehrplan: Vorträge halten, Referate vorbereiten und auch mündliche Schulaufgaben. Dies stellt nicht wenige vor ganz neue Herausforderungen.

Der Förderverein „Freunde des Staffelseegymnasiums“ bietet deshalb seit zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem ifb für Schüler dieser Jahrgangsstufe ein ganz besonderes Rhetoriktraining an.

Sabine Wolfgram, die stellvertretende Institutsleiterin des ifb, ist Mitglied im Förderverein: „Bei den Vorträgen und Referaten werden auch das Repräsentieren, die Darstellung sowie die Sprache der Schüler bewertet. Da gibt es bei vielen noch ein Manko. Unsere Idee war, gleich hier anzusetzen und die guten Kontakte des ifb zu ausgezeichneten Rhetoriktrainern zu nutzen, um uns für die Schüler zu engagieren.

Die Konzeption übernahm die erfahrene Rhetorikexpertin Doris Lucas. Die Münchnerin arbeitet schon lange für das ifb. Das eintägige Training ist offizieller Teil des Unterrichts. Jede Klasse wird dazu in drei Gruppen aufgeteilt.  Im Mittelpunkt steht das eigene Üben mit Hilfe von Videoaufnahmen. Ralf Richter (Foto oben), 49, leitet als einer von sechs ifb-Kollegen die Trainings. Beim ifb ist er als Seminarplaner für den Bereich Rhetorik und Kommunikation zuständig. „Am Anfang sind viele Schülerinnen und Schüler noch reserviert. Manche sind nervös, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Aber das legt sich recht schnell.

Körpersprache, Videoanalyse, Feedbackregeln, Planung einer Vortragsstruktur und immer wieder Praxiseinsatz.Im Seminar machen wir einige schöne Dialogübungen, bei denen man schnell merkt, welche Muskeln beim Sprechen bewegt werden. Die Kamera kommt auch häufig zum Einsatz. Die Videoanalyse zeigt sehr deutlich, welche Aspekte einen guten Referenten ausmachen.

Für andere Institutionen leitete Richter bereits über 50 solcher Workshops. „Schon nach einen Tag Rhetoriktraining ist bei vielen Schluss mit dem Genuschel„, ergänzt er lachend.

Das Feedback ist gut. Die Schüler finden den Tag super. Auch viele Lehrer äußern sich lobend. Was alle freut: Die Noten vieler Rhetorik-Teilnehmer seien in den mündlichen Prüfungen danach spürbar besser geworden.

Gruppen verstehen lernen – ein feiner Workshop in Hamburg

So mancher Teilnehmer einer Betriebsratsschulung kennt diese Situation gut: Man fährt auf das Seminar des ifb und macht sich auf den Weg zur Begrüßungsrunde. Es sind noch 15 andere Teilnehmer im Raum. Oft ist kein Bekannter dabei. Und dann gibt es auch noch die Seminarleitung. Die kennt man ebenfalls nicht. Wahrscheinlich eine Neue, oder? Na gut. Die Gespräche mit den Kollegen beginnen. Einer der Teilnehmer redet ziemlich viel. Er führt das große Wort und hat gleich zu allem etwas zu sagen. Und die andere Frau da drüben, was ist denn eigentlich mit der los? Man macht sich so seine Gedanken und beginnt kaum merklich damit, die Schubladen im Kopf zu öffnen…

Wenn Menschen in einer Gruppe zusammenkommen, bleibt das nicht ohne Wirkung. Dynamik setzt sich in Gang. Ganz von allein. Interpretationen finden statt. Und die Individuen beginnen miteinander zu reagieren. Nur wenig passiert bewußt, ganz viel jedoch unbewusst.

Die Seminarleiter des ifb sind fast jede Woche mit neuen Teilnehmern zusammen. Für einige Tage steht unsere SL nun im Epizentrum gruppendynamischer Prozesse. Was da so alles passieren kann, ist Inhalt des ifb-internen Workshops „Ein Kessel Buntes“.

Kerstin Oevermann-Meiners ist Wirtschaftspädagogin und Coach. Schon seit 2001 referiert sie für das ifb zu den Themen Rhetorik und Kommunikation sowie Betriebliches Eingliederungsmanagement.  Auch diesen Workshop in Hamburg im November 2014 hat sie konzipiert: „Die Seminarleiter lernen bei mir, die Phasen einer Gruppenbildung zu verstehen. Wichtige Prozesse laufen in einer Gruppe oft gleich zu Beginn ab. Wir konzentrieren uns im Workshop deshalb auch auf den Begrüßungsabend. Mit dem beginnt das Seminar, das ist ein ganz wichtiger Moment.“

Die Seminarteilnehmer verstehen lernen und jedem die persönliche Chance geben, gut in der neuen Gruppe anzukommen. Kerstin möchte, dass ihre Workshop-Teilnehmer den Mut bekommen, sich vor andere zu stellen und schwierige Situationen anzusprechen: „Auch das gehört dazu und ist ganz wichtig für eine positive Gruppenentwicklung. Daran arbeiten wir hier.“

Mit Hilfe vieler Übungen erfahren die Seminarleitungen am eigenen Leib, worauf es in einer Gruppe ankommt. Sie lernen, wie sie selbst, auch durch Einsatz von Führungsstärke, klären, motivieren und lenken. Gerlinde etwa ist erst seit 2014 als Seminarleitung beim ifb. Sie fand diesen Workshop wichtig: „Die Übungen haben mir viel Mut gemacht, Dinge in Zukunft viel deutlicher anzusprechen und konstruktiver anzugehen. Zusammen mit Kerstin war das eine richtig runde Sache. Echt super, ich freue mich schon sehr auf mein nächstes Seminar“.

„Ein Kessel Buntes“ – das ist nur einer aus einer ganzen Reihe von Workshops. Das ifb unterstützt seine Seminarleitungen mit diesen  schon seit vielen Jahren. Ein wichtiger Baustein für eine gelungene Seminardurchführung.

„Ich habe den größten Respekt…“ – Interview mit Hans Schneider

Zuerst die geschwungene Treppe ganz nach oben in den zweiten Stock. Dort rechts, am Kopierer vorbei und gleich wieder links. Hier mitten in der Marketing-Abteilung findet man seinen Arbeitsplatz: Den von Hans Schneider, dem Gründer und Inhaber des ifb.

Eine große Glasfront nach Süden läßt viel Licht in den Raum. Bei klarer Sicht sieht man von hier die Berge der Alpen bis hinüber zur Zugspitze. Viele Bücher, Unterlagen, Skripte und auch so manche ifb-Programme stapeln sich im Büro auf den beiden Tischen und im Regal.

Draußen ist es trüb. Zäher Nebel hält sich. Schon seit mehreren Tagen liegt er über der Region. Hans sitzt am Schreibtisch. Konzentriert schaut er die Unterlagen eines neuen Seminarthemas durch. Auch auf die heutigen Anmeldungen der Teilnehmer wirft er einen Blick. Das müsste er eigentlich nicht. Schließlich wuseln an manchen Tagen über 100 Mitarbeiter im Haus herum. Planung und Organsiation ist vor allem deren Aufgabe. Doch er macht das immer noch gerne. Den Bezug zu den täglichen Aufgaben seiner Kolleginnen und Kollegen hat er nie aufgegeben.

Heute haben wir mit ihm einen Termin vereinbart. Hans nimmt sich  Zeit für ein Interview mit der ifb-Onlineredaktion. Im Gespräch erzählt er, wie er damals 1988 in München angefangen hat. Eine Idee und eine Vision habe er im Kopf gehabt, als er den Mut fasste, sich selbständig zu machen. „Ich wollte Betriebsräte in die Lage versetzen, ihren Job gut zu machen und diesen auszufüllen. Es geht mir um erwachsenengerechtes Lernen. Dazu gehört, dass Lernen Spaß machen darf. „

Seine Vision ist Wirklichkeit geworden. Zu dieser Wirklichkeit gehören mittlerweile bis zu 50.000 Seminarteilnehmer – Jahr für Jahr. Er ist stolz:Ich habe wirklich den größten Respekt für Menschen, die sich für andere einsetzen! Diese bei ihrer Arbeit im Betrieb zu unterstützen, was gibt’s denn Besseres?“

Im Interview spricht Hans Schneider darüber, was er unter betrieblicher Mitbestimmung versteht, über Schulungen für Betriebsräte und das Verhältnis des ifb zu den Gewerkschaften.

Das ganze Interview mit Hans Schneider zum Nachlesen.