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Warum Mario, Webdesigner und kein Mitglied im Betriebsrat, ein ifb-Seminar besucht

Um beim Rahmenprogramm mitzumachen, überwand Mario seine Höhenangst und bestieg die Skisprungschanze in Garmisch

 

Im schönen Uffing am Staffelsee, direkt neben dem Gemeindekindergarten, geht es geschäftig zu: Im freundlich hellen Großraumbüro sitzen die Mitarbeiter der Web-Design-Firma SeitWerk und tüfteln, nebst vielen anderen Projekten, an unserer Webseite. In Zusammenarbeit mit der Marketing-Abteilung des ifb werden hier die Inhalte von www.ifb.de gestaltet, programmiert und gewartet. Mario Thaler, bei SeitWerk zuständig für den Bereich Multimedia, ist heute bei mir im Büro zu Besuch.

Mario, du hast vor kurzem ein ifb-Seminar besucht, und zwar „Betriebsverfassungsrecht Teil I“ in Garmisch-Partenkirchen. Bist du denn Betriebsrat oder warum warst du beim Seminar?

Als Webdesigner ist es für uns extrem wichtig, engen Kundenkontakt zu halten. Unsere Webseiten sollen intuitiv und leicht zu bedienen sein. Außerdem sollen sie natürlich auch Lust darauf machen, sich ein bisschen durchzuklicken. Um diese Ziele umzusetzen, müssen wir ein gewisses Gespür für den „Endkunden“, also die betrieblichen Interessenvertreter, haben. Die Webseiten sollen ja speziell für sie von Nutzen sein. SeitWerk arbeitet schon seit mehr als 15 Jahren mit dem ifb zusammen, aber ich bin erst seit kurzem an diesem Projekt beteiligt. Das ifb hat mich deshalb eingeladen, doch einmal ein Seminar zu besuchen.  

Was hast du für dich und eure Arbeit für das ifb mitgenommen? Gab es ein Schlüsselerlebnis? 

Ich hatte bisher immer gedacht, dass man sich das ganze Wissen eigentlich doch auch sehr leicht anlesen kann (ob in Büchern oder online). Aber im Seminar kriegt man in kürzester Zeit einfach viel mehr mit. Durch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, kann man ganz gezielt nachhaken und kapiert den Stoff, der zum Teil ja ganz schön komplex ist, viel schneller. Für mich war das schon ein Schlüsselerlebnis: wie wichtig beim Lernen, auch im Erwachsenenalter, dieses interaktive Element ist.

Wie hat dir das Seminar an sich gefallen? Mit Paragrafen und arbeitsrechtlichen Themen hast du sonst ja wahrscheinlich eher wenig zu tun.

Ich fand es trotz der rechtlichen Themen sehr abwechslungsreich. Die Sequenzen waren jeweils nicht zu lang, es gab immer wieder Pausen. Und durch anschauliche Beispiele aus der Praxis war der Stoff auch für mich als völligen Laien nachvollziehbar.

Jetzt hast du das Thema Betriebsratsarbeit ganz aus der Nähe kennengelernt. Wie war dein Eindruck?

Ich war ehrlich gesagt erstaunt, wie viel zu diesem Ehrenamt tatsächlich gehört. Zum einen ist es natürlich eine ganze Menge Wissen, dass man sich erstmal aneignen muss, zum anderen gehört aber auch sehr viel persönliches Engagement dazu. Ist schon eine tolle Sache.

Hast du auch beim Rahmenprogramm mitgemacht?

Auf jeden Fall. Ich wohne zwar in Murnau, nicht weit von Garmisch-Partenkirchen, aber ich war noch nie auf der Skisprungschanze in Garmisch. Gleich am zweiten Seminartag haben wir am späten Nachmittag einen Ausflug dorthin gemacht. Obwohl ich etwas Höhenangst habe, war das richtig toll.

Vielen Dank für das Gespräch, Mario!

Seminartipp: Betriebsverfassungsrecht Teil I

Seminar-Standort Garmisch-Partenkirchen

SeitWerk Firmenseite

Bildquelle: Foto © Mario Thaler

 

ifb startet Webinare: Interview mit Referentin Gabriele Lengauer

Interview mit gabriele lengauer, webinar referentin beim ifb

2017 startete das ifb seine erste Webinar-Reihe. Webinare sind Seminare, die online stattfinden. Der ifb Blog sprach mit der Juristin Gabriele Lengauer. Beim ifb arbeitet sie als Webinar-Referentin der ersten Stunde. Im Interview erzählt sie, was Webinare ausmacht, welchen Nutzen sie für Betriebsräte wirklich bieten und entführt in die geheimnisvolle Welt der Sternenmännchen…

Liebe Gabriele, würdest du dich bitte kurz vorstellen?

Sehr gerne. Mein Name ist Gabriele Lengauer, ich arbeite seit einigen Jahren als Juristin und Referentin für das ifb und betreue den Fachbereich Betriebsverfassungsrecht. Ich stamme aus dem wunderschönen bayerischen Chiemgau. Früher habe ich intensiv als Rechtsanwältin in einer Arbeitsrechts-Kanzlei gearbeitet.

Du bist ja eine Webinar-Referentin der ersten Stunde, richtig?

Ja , das mit den Webinaren ist toll (sie lacht). Ich habe schon viel auf ganz normalen arbeitsrechtlichen Seminaren referiert und mir das gar nicht richtig vorstellen können. Ich und E-Learning? Aber jetzt war ich hier von Anfang an dabei, habe Konzepte und Themen mitentwickelt und bin sehr zufrieden, wenn ich sehe, was da entstanden ist.

Vielleicht erzählst du uns erst etwas allgemeines zum Rahmen von Webinaren? Nicht alle sind damit vertraut.

Ein Webinar findet live im Internet statt. Der Teilnehmer sitzt vor seinem Computer im Betrieb oder wo immer er will und ist online mit unserem „virtuellen Klassenzimmer“ verbunden.  Das ifb-Webinar zum Arbeitsrecht besteht zum Beispiel aus acht Modulen, jedes von ihnen ist 90 Minuten lang. 90 Minuten deshalb, weil man sich im Normalfall nicht länger konzentrieren kann. Die Module selbst finden zu bestimmten Terminen statt, schon nach vier Wochen ist man mit der kompletten Reihe fertig.

Hat das ifb die Webinare selbst produziert?

Die Erstellung der Konzepte war eine Zusammenarbeit von Juristinnen aus unserem Haus mit E-Learning-Experten. Dadurch konnten modernste Erkenntnisse aus diesem Bereich miteinfließen und in unseren Webinaren umgesetzt werden.

Für wen sind Webinare besonders geeignet?

Da gibt es keine Einschränkungen. Oft sind Teilnehmer dabei, die nicht gut von zuhause oder vom Betrieb weg können. Einige wollen E-Learning auch nur mal ausprobieren. Und dann sind da auch noch viele, die ganz neu im Amt sind und sich schnell Wissen aneignen wollen.

Die Webinare des ifb zeichnen sich durch einen hohen Grad an Persönlichkeit aus. Geht das im Internet?  Was steckt dahinter?

Die Grundlage bildet unsere Software mit dem Namen Vitero. Das ist das virtuelle Klassenzimmer, von dem ich sprach. Du kannst als Teilnehmer direkt mit dem Referenten reden und deine Fragen stellen. Sich miteinander auszutauschen, klappt bei uns sehr einfach. Wenn man es wünscht, kann man auch direkt mit den anderen Teilnehmern kommunizieren. Das schafft eine besondere Atmosphäre, die von Lebendigkeit geprägt ist. Auf anderen Webinaren hat man oft eine Position als Aussenstehender, man wird nicht so richtig miteinbezogen. Das ist hier anders. Beim ifb-Webinar bist du als Teilnehmer voll interaktiv dabei, fast wie auf dem Seminar vor Ort.

Es gibt neben dir eine ganze Reihe erfahrenerer ifb-Referenten, die ebenfalls schon Webinare referieren. Wie geht Ihr dabei didaktisch vor?

Die Inhalte des Webinars sollen sich möglichst leicht einprägen. Dazu haben wir uns, ausgehend von den Lernzielen, viele Gedanken gemacht: Wo und wie werden Übungen im Webinar für die tägliche Praxis gebraucht? Dabei bedienen wir uns des Mittels des Storytellings. Zuerst gibt es fachlichen Input, danach einen Fall, der als Geschichte visuell stark aufbereitet ist. Man erlebt das als Teilnehmer richtig mit. Die ersten Rückmeldungen bestärken uns, das wir auf dem richtigen Weg sind. Ein Kollege, der echt schon enorme Erfahrung als Referent besitzt, meinte wortwörtlich, die Umsetzung sei „der Hammer“. Wow, das freut uns total.

Und jetzt vielleicht die wichtigste Frage: Wer oder was sind die Sternenmännchen?

Ich hab gehofft, dass du das noch fragst (sie lacht). Also, die Sternenmännchen, das ist wirklich ganz wunderbar. Es sind unsere Hauptdarsteller im Webinar. Animierte Figuren und Elemente, die sehr ansprechend sind. Keine Sorge: Das ist nicht kindisch. Es ist im Gegenteil warmherzig und auch berührend. Die sind mir so richtig schon ans Herz gewachsen. Wir haben auch viele nette kleine Animationen versteckt, das ist mit viel Liebe zum Detail entstanden.  Bisher kenne ich niemanden, der sie nicht mag.

Wir erleben dich hier ganz begeistert, Gabi. Was ist das, warum machst du das hier so gerne?

Zusammen mit meinen Sternenmännchen bin ich Teil eines wirklich tollen Teams. Sie bieten mir die Möglichkeit die juristischen Inhalte zu verpacken und wunderbar animiert umzusetzen. dadurch wird so viel ganz leicht und einfach erklärt. Es wird tatsächlich lernbar gemacht. Darauf kommt es an. Durch das virtuelle Klassenzimmer kann ich ale Teilnehmerinnen und Teilnehmer optimal mit einbeziehen. Gerade weil das so gut funktioniert, gibt mir das persönlich ganz viel Positives zurück. Man spürt nach einiger Zeit im Webinar, dass eine echte Seminargruppe am Entstehen ist, fast wie vor Ort. Vielleicht fasziniert mich das so.

Danke für das Gespräch.